Customized Living and Working

Das Thema flexibler Wohn- und Arbeitsraum, Mikro- und Makrowohn- und Arbeitswelten begleitet unser Studio seit vielen Jahren. Multiplizierbare Wohnmodule, die auf Basis eines teilweise schon überholten Normbedarfs erstellt werden und damit den Ansprüchen einer weitgehend anonymisierten breiten Mehrheit genüge leisten sollen, bilden leider nach wie vor die Gundlage zahlreicher Planungsvorgänge. Die Norm ist dabei das Maß aller Dinge, Modifikationen halten nur langsam Einzug, behaupten sich aber dann umso beharrlicher. Die daraus entstehenden, in sich starren Architekturen zwängen den Nutzer zwischen vorgegebene Raumelemente. Anstelle eines bedürfnisorientierten, selbstständigen mit gestalten des direkten Lebens- und Arbeitsumraums wird ein bestimmtes Nutzerverhalten vom Raum vorausgesetzt (z.B. durch die Positionierung der Lichtschalter/Bett). Grundlegende Veränderungen oder Umstellungen in der individuellen Lebenssituation stellen den Nutzer damit häufig vor lokal nicht lösbare Aufgabenstellungen. Dies führt in der Endkonsequenz zu räumlichen Veränderungen, was wiederum zu ökonomischen Herausforderungen, erhöhter Beanspruchung infrastruktureller Systeme und Ressourcen und damit zu einer allgemeinen ökologischen Mehrbelastung führt. Im Sinne einer größeren Anpassungsfähigkeit bzw. einer Nutzerflexibilität räumlicher Systeme gewinnt der Faktor der Adapiertbarkeit von Möbeln, Räumen, Raumeinheiten und Gebäuden zunehmend an Bedeutung. Hier muss auch der Maßstab eines anwendbaren Basismoduls untersucht werden. Auch die Berücksichtigung/Planung von Sollbruchstellen hilft Bereiche  zu schaffen, die mitwachsen oder -schrumpfen können und die zudem nutzungselastisch bleiben. Diese Ansätze müssen sich auch Flexibiliät der Innenraumelemente und Möbelplanung wieder spiegeln.

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