Wildbrücke bei Pichl

Die sanft gewölbten Portalbögen der Grünbrücke begleiten formal die Einschnitte in den Hügel, nehmen mit ihrem harmonischen Schwung die fließenden Landschaftsformen der Umgebung auf und heben diese hervor. Der sich annähernde Autobahnnutzer wird durch die spezifische Formgebung optisch aufgefangen und klar ins Tunnelinnere weitergeleitet, die Wegführung und Funktion ist unzweifelhaft und eindeutig ablesbar.
Die tief eingeprägte Holzstruktur der Oberflächen der Portalfronten stellt einerseits als Ableitung der Fassaden regionaler Nutzbauten die Verbindung zu den architektonischen Charakteristika der Umgebung her, andererseits spiegelt diese natürlich auch die umgebende naturbelassene Waldlandschaft wieder. Ressourcensparend sind die charakterstarken Oberflächen über die Schalungsmaterialien zu erzeugen und erfordern keinen zusätzlichen Materialeinsatz. Die Oberkante der Wölbungen ist leicht hochgezogen und funktioniert damit ohne weitere bauliche Maßnahme als Absturzsicherung.
Die konstruktiven statischen Elemente der Tunnelröhen heben sich klar durch eine ausgeprägte Orthagonalität ab, sie durchdringen die Portale und unterstreichen damit die Eindeutigkeit der Wegführung.
Da sich die baulichen Eingriffe minimal invasiv auf die beiden Portalarchitekturen beschränken, bleibt die umgebenden Natur sonst unberührt und findet sogar zwischen den Portalen zusätzlichen Raum zur Ausbreitung.

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